Über 20 Jahre sind seitdem vergangen. Was geschah mit den Auftraggebern und Nutznießern des Hitlerregimes? Wurden sie entmachtet und bestraft? Und wurde in ganz Deutschland, im Herzen Europas, mit dem Streben nach Eroberung anderer Länder, nach Herrschaft über andere Völker, mit Völkerhaß und Aggression für alle Zeiten Schluß gemacht?
„Wir haben in der Deutschen Demokratischen Republik, also dort, wo die Werktätigen das Heft in der Hand haben, die Grundsätze der Anti-Hitler-Koalition für die Gestaltung der deutschen Nachkriegsverhältnisse konsequent entwickelt. Wir haben in jeder Beziehung die Lehren des zweiten Weltkrieges beherzigt. Der preußisch-deutsche Militarismus, Geißel der Deutschen und Geißel anderer Völker, wurde mit der Wurzel gerodet. Jedem Drang nach Eroberungen, jedem Streben nach Raub und Beute, nach dem Territorium anderer Völker wurde der Boden entzogen.
Bei uns gilt der Revanchismus als Verbrechen, das gerichtlich geahndet wird. Kriegs- und Naziverbrecher wurden entmachtet und bestraft. Bei uns gibt es keine Fabrik, kein Werk, kein Büro, kein Stück Boden, die den Interessen von Kriegs- und Rüstungsgewinnlern dienen. Wer bei uns gegen andere Völker hetzt, wer zum Krieg auffordert, wird als Feind des Volkes angesehen.
Die Grundforderungen der deutschen Arbeiterbewegung, die menschlichsten Ideen aller großen deutschen Humanisten: Frieden, sozialer und kultureller Fortschritt, internationale Zusammenarbeit und Völkerverständigung sind die Grundlage der Staatsdoktrin der Deutschen Demokratischen Republik.“ (Aus dem von der Volkskammer der DDR am 5. Mai 1965 einmütig gebilligten „Manifest an das deutsche Volk und an die Völker und Regierungen der Welt“, Neues Deutschland, Berlin, 6. Mai 1965)
In Westdeutschland wurde das Urteil der Völker, die Monopolgewaltigen zu entmachten, nicht vollstreckt. Die Festlegungen des Potsdamer Abkommens wurden unter der Schutzherrschaft vor allem der amerikanischen Besatzungsmacht gebrochen. Die Monopolgesellschaften - die Konzerne, Kartelle, Trusts -blieben erhalten.
Nach der separaten Währungsreform in Westdeutschland 1948 waren die meisten Konzerne in der Lage, die durch die Kriegsgewinne enorm erhöhten Reichsmark-Aktien zu günstigen Bedingungen in neue DM-Aktien umzutauschen. So erhielten, um nur ein Beispiel zu nennen, die Aktionäre der Vereinigten Stahlwerke, insbesondere die Familie Thyssen, für eine alte Aktie im Nominalwert von 1000 RM neue Aktien im Nominalwert von mehr als 3000 DM. Wenn man noch die Reserven mit einrechnet, erhöhte sich das Gesamtkapital dieses Konzerns von 731,5 Millionen RM im Jahre 1938 auf nun 3655,3 Millionen DM; bei der „Ausgründung“ seiner 18 Nachfolgeunternehmen im Bonner Staat ist es durch seine Kriegsprofite nahezu verfünffacht worden.
Die IG-Farben konnten ebenfalls ihre Kriegsgewinne voll und ganz realisieren. Die Badische Anilin- und Sodafabrik AG, Ludwigshafen (BASF), - eine der drei Nachfolgegesellschaften der IG-Farben - zahlte für das Wirtschaftsjahr 1963 eine Dividende von 18 Prozent und wies in der Bilanz einen Gewinn von 144 Millionen DM aus.
Die Farbwerke Hoechst AG zahlten 139 Millionen und die Farbenfabriken Bayer AG 150 Millionen DM an ihre Aktionäre.
Die aus den Bilanzen zu errechnende Mindestsumme der wirklichen Reingewinne betrug nach den Angaben des Deutschen Wirtschaftsinstituts allein bei den drei großen Stammgesellschaften der IG-Farben im Jahre 1963 1782 Millionen DM. Somit stecken die gleichen Konzernherren, die unter Hitler Milliarden Profite zusammenrafften, auch heute Milliarden in die Taschen.
Der Einfluß und die Macht dieser Konzernherren haben einen Grad erreicht, den die westdeutsche regierungstreue bürgerliche Wochenzeitung „Christ und Welt“ als „Die totale Macht der hundert Männer“ charakterisiert, die voll des sozialen Sprengstoffs ist:
„Zusammengerechnet sind es 94 Männer, die in der kombinierten Funktion als Vorstände und Aufsichtsräte den Kern der westdeutschen Wirtschaft beherrschen. Sie sind als Kollektiv nur sich selbst verantwortlich..“ (Christ und Welt, Stuttgart, 4. September 1964)
Fragt man, wer diese Männer sind und wie sie heißen, so erhält man eine erschreckende Antwort: Es sind zum überwiegenden Teil die gleichen Personen wie vor 1945, ja, es sind jene Kriegsverbrecher, die nach dem Urteil der Völker entmachtet und bestraft werden sollten.
Nur einige der Rüstungsindustriellen wurden vom amerikanischen Militärgericht zu geringen Strafen verurteilt, die sie dank der Fürsprache der Bonner Regierung nicht einmal abzusitzen brauchten. Heute gehören die Hauptverantwortlichen für die Kriegs- und Naziverbrechen, die IG-Farben-Direktoren, Flick, Krupp und andere Rüstungsindustrielle, zu den mächtigsten Männern Westdeutschlands. Über die von ihnen dirigierten Unternehmerverbände bestimmen sie maßgeblich die revanchistische und aggressive Innen- und Außenpolitik des Bonner Staates. Ohne ihre Zustimmung erfolgt keine wesentliche Entscheidung der westdeutschen Regierung.
Im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Nachfolge-Organisation des faschistischen „Reichsverbandes der Deutschen Industrie“, sind 38 Spitzenverbände vereinigt. Zu ihnen gehören rund 400 Fachverbände. Präsident des BDI ist Fritz Berg, ein mittlerer Unternehmer Westfalens, der 1949 seinen Namen hergeben mußte, um die damals bereits perfekte Restaurierung der Herrschaft der Rüstungsmonopole zu verschleiern. Zu den Vizepräsidenten zählen Wilhelm Alexander Menne, Vorstandsmitglied der Farbwerke Hoechst AG (IG-Farben), Otto A. Friedrich, Geschäftsführer der Friedrich-Flick KG, Düsseldorf, und Aufsichtsrat der Benzin-Petroleum GmbH, sowie Hans-Günther Sohl, Vorstandsvorsitzender der August-Thyssen-Hütte AG und Aufsichtsrat der Deutschen Bank.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vereinigt 55 „sozialpolitische“ Fachspitzen- und Landesverbände. Ihnen gehören mehr als 850 Arbeitgeberverbände der Industrie, des Handels, der Banken und Versicherungen, des Verkehrs und anderer Branchen an.
Von 1953 bis 1964 fungierte hier Hitlers Wehrwirtschaftsführer H. C. Paulssen als Präsident - ein ehemaliger Prominenter der faschistischen Rüstungsindustrie, Vertreter der Deutschen Bank und Generaldirektor der Aluminiumindustrie Singen AG. Sein Nachfolger wurde der IG-Farben-Beauftragte, Atomminister a. D. und Strauß-Intimus Siegfried Balke. Allein von den 22 Präsidiumsmitgliedern des Verbandes vertreten 14 die nach dem zweiten Weltkrieg als Kriegsverbrecher-Konzerne bezeichneten Rüstungsmonopole.
Die Ziele der Verbände sind dementsprechend die gleichen wie die vor 50 Jahren. Die Rüstungswirtschaft, mit anderen Worten die Kriegsvorbereitung, wurde von ihnen bereits 1955 offiziell organisiert. Im BDI-Geschäftsbericht 1955/56, Seite 178, heißt es:
„In der Überzeugung, daß es erforderlich und zweckmäßig ist, den Träger des Rüstungspotentials so früh wie möglich in alle verteidigungswirtschaftlichen Angelegenheiten einzuschalten und den Sachverstand der Industrie nicht ungenutzt zu lassen, hat er seine verteidigungswirtschaftlichen Organe den maßgeblichen Stellen zur Verfügung gestellt und diesen damit wertvolle Unterlagen für ihre Entscheidungen geliefert.“
Die Untersuchungen des Deutschen Wirtschaftsinstituts Berlin (DWI-Berichte Nr. 9/1963 und Nr. 2/1964) ergaben, daß Ende 1964 bereits 109 westdeutsche Unternehmen an der unmittelbaren Rüstungsproduktion beteiligt waren. Zu diesen Unternehmen gehört der mit der IG-Farben-Gruppe liierte Rheinstahl-Konzern, der heute am stärksten in der Rüstung engagierte Stahlkonzern Westdeutschlands.
Die Produktion von chemischen Kampfstoffen, Sprengstoffen und Spezialtreibstoffen (Düsen- und Raketentreibstoffen) ist die Domäne der Nachfolger des IG-Farben-Kriegsverbrecher-Konzerns (BASF, Bayer und Höchst), des Flick-Konzerns (Dynamit Nobel AG) und des Krupp-Konzerns (Wasag-Chemie AG und Nitrochemie GmbH).
In der Forschung und Produktion auf dem Gebiet der chemischen Kampfstoffe arbeitet die IG-Farben-Nachfolgegesellschaft Farbenfabriken Bayer AG, Leverkusen, eng mit amerikanischen Firmen und militärischen Stellen zusammen. Nach den internationalen Abmachungen, insbesondere der Genfer Konvention über Kampfstoffe, ist es Westdeutschland untersagt, chemische Kampfstoffe zu produzieren. Die Bayer AG entzieht sich den Verpflichtungen des Völkerrechts, indem sie den Hauptteil ihrer Arbeiten auf diesem Gebiet direkt in den USA durchführt, da die USA die Genfer Konvention über Kampfgase nicht ratifiziert haben. Zu diesem Zweck gründete die Bayer AG 1951 eine amerikanische Tochtergesellschaft, die Chemagro Corporation in Kansas City im Staate Missouri. Diese Gesellschaft verfügt über die umfangreichen, in zwei Weltkriegen gewonnenen Erfahrungen ihres Stammhauses und liefert gegenwärtig Kampfgase an die US-Armee.
Die Chemagro Corporation, bei der neben den amerikanischen auch westdeutsche Spezialisten tätig sind, arbeitet eng mit dem US Army Chemical Corps zusammen und beeinflußt die chemische Strategie der amerikanischen Armee unmittelbar. Auf diesem Weg leistet die westdeutsche Bayer AG einen direkten Beitrag zum chemischen Krieg der USA gegen das vietnamesische Volk. Außer den finanziellen Vorteilen, die die Bayer AG aus dem Verkauf von Patenten und Lizenzen an die USA erzielt, bringt ihr die praktische Anwendung der Kampfgase Nutzen für die Erprobung ihrer theoretischen Entdeckungen.
Unter der Leitung der Spezialisten Dr. Schrader und Dr. Wirth führt die Bayer AG auch in Westdeutschland Forschungen, Versuche und Entwicklungen chemischer Waffen unter dem Aushängeschild des Pflanzenschutzes und der Insektenbekämpfung durch. In den Labors der Bayer AG in Wuppertal-Elberfeld und des Biologischen Instituts in Leverkusen werden zur Zeit unter strenger Geheimhaltung Phosphorverbindungen erprobt, die eine hohe Giftwirkung auf das Nervensystem warmblütiger Wesen ausüben. Gegenwärtig sind die Fabriken für Insekten- und Unkrautbekämpfungsmittel der Bayer AG bereits in der Lage, chemische Kampfstoffe herzustellen, die - an ihrer Wirkung gemessen - das berüchtigte Zyklon B vielfach übertreffen. Die Umstellung auf die Giftgasproduktion erfordert im Höchstfall einen Tag. (Siehe auch France Nouvelle, Paris, 30. Juni 1965)
Zum Bereich des Flick-Konzerns gehörten nach dem Stand vom 31. Dezember 1962 15 Aktiengesellschaften, 89 Gesellschaften mit beschränkter Haftung und sechs Gesellschaften anderer Rechtsformen, die zusammen ein Kapital von 993,3 Millionen DM repräsentieren und etwa 7500 Millionen DM Jahresumsatz erzielen.
Neun der bedeutendsten Unternehmen des Flick-Konzerns widmen sich fast ausschließlich der Rüstungsproduktion. Dieser Konzern liefert unter anderem Kraftfahrzeuge, Dieselmotore und Panzermotore, Panzer, Infanteriewaffen, Munition, Sprengstoffe und Raketentreibsätze an die Bundeswehr.
Der Flick-Konzern besitzt staatliche Konzessionen für die wichtigsten Uranerzvorkommen in Westdeutschland, deren Abbau für Kriegszwecke immer mehr beschleunigt wird. Diese Vorkommen gelten unter anderem als Rohstoffbasis für die geplante eigene Atomrüstung des westdeutschen Staates.
Mit der Gründung der KRT Kernreaktorteile GmbH, Großwelzheim, durch den AEG-Rüstungskonzern in Frankfurt a. M. und der General Electric, einem der größten USA-Atomrüstungsunternehmen, im Juni 1965 wurde die rüstungswirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den USA und dem Bonner Staat außerordentlich vertieft. Der AEG-Kriegsverbrecherkonzern, der bereits auf dem Gebiet der Plutonium-Gewinnung - dem Grundstoff zur Herstellung atomarer Waffen - mit der General Electric zusammenarbeitet, ist mit 55 Prozent an der neuen Gesellschaft beteiligt.
Nach dem Stand vom 31. Dezember 1962 gehören zum Krupp-Konzern 24 Aktiengesellschaften, 72 Gesellschaften mit beschränkter Haftung und sieben Gesellschaften anderer Rechtsformen, die ein Kapital von 632,8 Millionen DM repräsentieren. Ihr Jahresumsatz beläuft sich auf etwa 5900 Millionen DM.
Vier bedeutende Unternehmen des Konzerns sind direkt in der Rüstungsproduktion engagiert. Der Konzern liefert unter anderem Spiegelantennen für das NATO-Radarsystem, Raketentreibstoffe und Sprengkörper und ist an den Flugzeugbauprogrammen für Starfighter und Transall-C-160 beteiligt.
Die westdeutschen Monopole geben sich mit den Kriegsgewinnen und den heutigen Rüstungsprofiten nicht zufrieden. Seit Jahren führen sie in den Geschäftsberichten ihre „Ostwerte“ auf. In den Jahresberichten sprechen die Vorstände der heutigen westdeutschen IG-Nachfolgegesellschaften davon, „daß die Liquidierung erst mit der Wiedervereinigung abgeschlossen werden kann“.
Die westdeutschen Konzerne streben danach, etwa tausend Betriebe in der DDR, der Volksrepublik Polen, der CSSR und im Bereich der Sowjetunion zurückzugewinnen. Die Rüstungsgewaltigen sind die Hintermänner der Revanchistenverbände, deren Führer ihre Handlanger. Sie sind auch die Geldgeber der revanchistischen Einrichtungen und bestimmen maßgeblich die Politik des Kuratoriums „Unteilbares Deutschland“ sowie der eigens im Dienste des Revanchismus stehenden Ministerien und anderer Revancheorganisationen.
Der Revanchistenführer und Bundesminister Seebohm z. B. ist ein alter Vertrauter der IG-Farben. Seine Familie leitete die Einverleibung der chemischen Industrie der ČSR in den IG-Farben-Konzern.
Siegfried Balke, IG-Farben-Repräsentant, ist als Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeber-Verbände Mitglied des Kuratoriums „Unteilbares Deutschland“ und vertritt hier die Interessen der IG-Farben und der anderen Rüstungskonzerne, deren Ziel ein atomarer Revanchekrieg gegen die DDR und das sozialistische Lager ist.
Im IG-Farben-Prozeß vor dem amerikanischen Gerichtshof in Nürnberg lautete die Anklage gegen die leitenden Angestellten der IG-Farben-Industrie auf: Planung, Vorbereitung, Beginn und Führung von Angriffskriegen und Einfallen in andere Länder; Plünderung und Raub; Versklavung und Massenmord; Mitgliedschaft in der SS; gemeinsamer Plan und Verschwörung. Die Verbrechen sind noch ungesühnt, die Hauptverantwortlichen der IG-Farben aber sind heute in den einflußreichsten Positionen der westdeutschen chemischen Industrie zu finden.
heute:
Einflußreiches Mitglied zahlreicher Aufsichtsorgane großer Chemie- und anderer Konzerne, z. B. der Scholven-Chemie AG, Gelsenkirchen Buer, der Feldmühle Papier- und Zellstoffwerke AG, Düsseldorf, der Vereinigten Industrie Unternehmen AG (Viag), Bonn/Rhein.
Prof. Otto Ambros war Mitglied des Vorstandes des Technischen und des Chemikalien-Ausschusses der IG-Farben-Industrie AG. Er gehörte zu den prominenten Wehrwirtschaftsführern des faschistischen Staates. Neben seinen Leitungsfunktionen in der IG fungierte er als Sonderbeauftragter für Forschung und Entwicklung beim „Beauftragten für den Vierjahresplan“, Göring, als Leiter des Sonderausschusses „Chemische Kampfmittel“ und des Hauptausschusses „Pulver und Sprengstoffe“ beim Rüstungssamt.
Als Buna-Spezialist war Ambros hauptverantwortlich für den Bau des 4. Buna-Werkes der IG-Farben in Auschwitz. Von ihm wurde das Gelände ausgewählt, das er für die barbarische Ausbeutung von KZ-Häftlingen und ausländischen Zwangsarbeitern am zweckmäßigsten fand. Anläßlich der Gründungssitzung des Werkes Auschwitz besiegelte Ambros die enge Zusammenarbeit mit der Leitung des Konzentrationslagers. In einem Brief nannte er die „neue Freundschaft mit der SS“, die mindestens 370000 Opfer allein im Buna-Werk Auschwitz und in den dazugehörigen IG-Nebenbetrieben forderte, „sehr segensreich“.
Ambros traf mehrmals mit dem KZ-Kommandanten Höß zusammen, koordinierte die Zusammenarbeit mit der SS und besichtigte das Konzentrationslager Auschwitz. Er ließ dem Konzentrationslager umfangreiche finanzielle Mittel, Baumaterialien usw. zufließen, die dessen Ausbau zum größten Massenvernichtungslager ermöglichten.
Als Hauptbetriebsführer und Mitglied des Technischen Ausschusses bestätigte Ambros die Kreditanforderungen für den Bau eines IG-eigenen Konzentrationslagers in Monowitz sowie für die Errichtung von Gefängnis- und Gestapo-Gebäuden auf dem Gelände des Auschwitzer Buna-Werkes. Ihm ging der gesamte Schriftwechsel des Werkes Auschwitz zu. Ambros hatte Kenntnis von den unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen der Häftlinge, für die die IG-Farben verantwortlich waren. Er wußte vom Einsatz der Häftlinge auch in den IG-Nebenbetrieben um Auschwitz und vom Handel mit der Habe vergaster Juden im Buna-Werk. Er reiste zu Himmler und vereinbarte mit ihm, den Einsatz von Häftlingen noch weiter auszudehnen. Ambros selbst gestand in Nürnberg unter Eid (NG, IG-Farben-Prozeß, NI 9542), bereits im Frühjahr 1942 von Häftlingsverbrennungen Kenntnis gehabt zu haben.
Auch bei der Ausplünderung fremder Völker hatte Ambros seine Hände im Spiel. Als Mitglied des Vorstandes und des Technischen Ausschusses war er mitverantwortlich für die Einverleibung der polnischen, tschechischen und französischen chemischen Industrie in den Herrschaftsbereich der IG-Farben.
Für diese „Verdienste“ wurde er von den Faschisten mit dem „Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz“ dekoriert.
Ambros, der vom amerikanischen Militärgericht in Nürnberg als Kriegsverbrecher verurteilt worden war, wurde auf Intervention der Bonner Regierung sehr bald wieder freigelassen, weil er als Rüstungsexperte zur Militarisierung Westdeutschlands unbedingt gebraucht wurde.
heute:
Als Aufsichtsratsmitglied der bundeseigenen Ruhrchemie AG und anderer chemischer Großunternehmen ein bedeutender Wirtschaftsexperte des Bonner Staates. In der „Woche der Brüderlichkeit“ im März 1964, die der Bonner Staat alljährlich veranstaltet, um angeblich insbesondere der jüdischen Opfer der Nazi-Barbarei zu gedenken, wurde Bütefisch durch den westdeutschen Bundespräsidenten Lübke das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Erst nachdem Prof. Jürgen Kuczynski aus der DDR am 19. März 1964 als Gutachter im Frankfurter Auschwitz-Prozeß die maßgebliche Mitschuld Bütefischs an der Ermordung vieler Tausend jüdischer Menschen nachwies, und auf Grund der Massenproteste im In- und Ausland wurde die Verleihung am 25. März 1964 rückgängig gemacht.
Dr.-Ing. Heinrich Bütefisch gehörte zu den einflußreichsten IG-Farben-Vertretern im faschistischen Staat. Er war Mitglied des Vorstandes und des Technischen Ausschusses, Stellvertreter des Leiters der Sparte I der IG-Farben (Chemikalien, Spreng- und Kunststoffe). Bütefisch vertrat den IG-Farben-Konzern in den Aufsichtsräten und Vorständen zahlreicher in- und ausländischer Unternehmen auf dem Gebiet der chemischen Bergwerksindustrie.
Im faschistischen Staatsapparat fungierte er als Mitarbeiter des Generalbevollmächtigten für die chemische Erzeugung und als Produktionsbeauftragter für Öl des faschistischen Rüstungsministeriums.
Als SS-Obersturmbannführer, ranggleich mit dem KZ-Kommandanten von Auschwitz, Höß, vertrat Bütefisch den IG-Farben-Konzern im „Freundeskreis des Reichsführers SS“. In dieser Eigenschaft führte er, der gleichzeitig hauptverantwortlich für den Syntheseteil des IG-Farben-Werkes Auschwitz war, die grundlegenden Verhandlungen mit dem SS-Obergruppenführer Wolff über die Bedingungen des Häftlingseinsatzes in Auschwitz. So legten sie beispielsweise den Preis für den gelernten Häftling auf vier RM und für den ungelernten auf drei RM fest. (Siehe Tafel 9)
Als Verantwortlicher für den Syntheseteil des IG-Werkes besuchte Bütefisch Auschwitz mehrmals. Er erhielt Kenntnis von allen das Auschwitzer Werk betreffenden Angelegenheiten. In seiner Erklärung unter Eid (NG, IG-Farben-Prozeß, NI 4182) bestätigte er, daß die Programme über die Errichtung des IG-eigenen KZ Monowitz von ihm bestätigt und weitergereicht wurden. Er war ebenfalls über die umfangreiche finanzielle und materielle Unterstützung des KZ Auschwitz durch die IG informiert.
Hitler ernannte ihn 1939 zum Wehrwirtschaftsführer und verlieh ihm später das „Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz“.
Im Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß des amerikanischen Militärtribunals gegen die IG-Farben erhielt er lediglich eine sechsjährige Gefängnisstrafe, die auch er auf Fürsprache der Bonner Regierung nur zum Teil zu verbüßen brauchte, um als Rüstungsfachmann in der bundeseigenen Ruhrchemie AG zur Verfügung zu stehen.
heute:
Vorsitzender des Vorstandes der August-Thyssen-Hütte AG, Duisburg-Hamborn, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie, Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Aufsichtsratsfunktionen in zahlreichen westdeutschen Konzerngesellschaften.
Hans-Günther Sohl begann seine Laufbahn als Rüstungsexperte beim Krupp-Konzern. Als Abteilungsdirektor der Friedrich Krupp AG sowie als Vorstandsmitglied der Vereinigten Stahlwerke AG, Düsseldorf, und als Aufsichtsratsmitglied weiterer Großunternehmen half er tatkräftig mit, das Rüstungsprogramm der Hitlerregierung zu verwirklichen. Nach der Entfesselung des faschistischen Aggressionskrieges zum Wehrwirtschaftsführer ernannt, wurde ihm im Jahre 1942 die Geschäftsführung der Reichsvereinigung Eisen (RVE) übertragen. In dieser Eigenschaft nahm er mit den Wehrwirtschaftsführern Friedrich Flick, Alfried Krupp, Paul Pleiger, Ernst Poensgen, Walter Rohland, Hermann Röchling und Wilhelm Zangen an Beratungen der Zentralen Planung im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion (Speer-Ministerium) über den rücksichtslosen Einsatz von Menschen und Material aus Deutschland und allen von der Hitlerclique eroberten Gebieten teil.
Die Geschäftsführung der Reichsvereinigung Eisen unter Sohl und Beck hatte nicht nur einen bestimmenden Einfluß bei der zwangsweisen Heranschaffung ausländischer Arbeitskräfte für die deutsche Rüstungsindustrie, sondern sie unterstützte die Gestapo und SS auch bei der Aussonderung von „politisch Verdächtigen“ unter den sowjetischen Kriegsgefangenen, deren weiteres Schicksal damit besiegelt war. So heißt es in einem Rundschreiben der Geschäftsführung der Reichsvereinigung Eisen vom 16. September 1943 an die Außenstellen, daß alle angeschlossenen Betriebe „russische Kriegsgefangene mit Goldplomben im Gebiß“ den „zuständigen Abwehrstellen“ (Gestapo) zu melden haben.
Ein besonderes Geschäftsinteresse und eine rege Tätigkeit entwickelte Hitlers Wehrwirtschaftsführer Hans-Günther Sohl auch bei der Ausplünderung der von der Nazi-Wehrmacht besetzten jugoslawischen Gebiete. Als bewährter Organisator der wirtschaftlichen Kriegführung erlangte er schließlich einen solchen Einfluß, daß er zu den engsten Vertrauten von Göring, Sauckel und Speer zählte und zu ihren geheimen Beratungen hinzugezogen wurde. So gab Sohl z. B. in einer Besprechung, die am 17. März 1937 bei Göring stattfand, Anregungen, wie in den nächsten Jahren die Erzgruben Schwedens in die Kriegsrüstungspolitik Hitler-Deutschlands einbezogen werden könnten. Gemeinsam mit diesen Spitzen der Nazi-Führung entschied Sohl über Fragen des „totalen Krieges“, über Leben und Tod von Millionen Menschen, die dem faschistischen Aggressionskrieg zum Opfer fielen.
heute:
Generaldirektor, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Bank, des IG-Farben-Nachfolgekonzers Badische Anilin- und Sodafabrik AG und des Krupp-Konzerns, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn, stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der Kreditanstalt für den Wiederaufbau, Vorsitzender und Mitglied in über 40 Vorständen und Aufsichtsräten, exponierter Vertreter in unzähligen Unternehmerverbänden und sonstigen Organisationen in Westdeutschland. Gilt als „Bonns ungekrönter Finanzminister“.
In den Betrieben, in denen Dr. h. c. Hermann Abs vor 1945 im Aufsichtsrat saß - Abs war damals Direktor der Deutschen Bank -, wurden die ausländischen Zwangsarbeiter besonders rücksichtslos ausgebeutet. Welches Ausmaß die Menschenschinderei in diesen Betrieben erreichte, zeigt z. B. die Behandlung von sowjetischen und polnischen Kindern, die dort durch Zwangsarbeit zu Tode gequält wurden. So protestierte selbst der Lagerarzt Dr. Römer von der Vereinigten Glanzstoff-Fabrik AG., Wuppertal-Elberfeld, Werk Elsterberg, entschieden gegen die Weiterbeschäftigung eines zehnjährigen unterernährten Mädchens, weil sein weiterer Einsatz, wie er schrieb, Kindesmord bedeuten würde. Hermann Abs, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates dieses Betriebes, interessierte nicht, wieviel Kinder zugrunde gingen. Hauptsache, der Profit konnte durch Kinderarbeit gesteigert werden.
„Abs war der spiritus rector der niederträchtigen Deutschen Bank, die eine ungewöhnliche Konzentration wirtschaftlicher Macht mit aktiver Teilhaberschaft an der verbrecherischen Politik des Naziregimes verband. Die Deutsche Bank des Hermann Abs handelte wie eine Spitzeninstitution der deutschen Regierung und diente der wirtschaftlichen Durchdringung der Satellitenstaaten und der in Europa besetzten Länder… Abs setzte seine ganze Kraft ein zur Ausdehnung der Herrschaft Deutschlands über Europa.“ (OMGUS-Office of Military Gouvernement of the USA, Bericht vom November 1946, S. 2, 5, 51, 171 f., Einheit, Berlin 1951, Heft 17, S. 1235 f.)
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Hermann Abs in Jugoslawien in Abwesenheit zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Er hat seine Strafe nicht verbüßt. Als geschätzter „Finanzberater“ in britisch-amerikanische Obhut genommen, konnte er bereits 1950 als Mitglied des wirtschafts-technischen Ausschusses in der Schuman-Plan-Kommission wieder offiziell internationale staatliche Aufgaben ausführen.
In den folgenden Jahren widmete er sich als Chef der größten westdeutschen Monopolbank der Restauration des deutschen Finanzkapitals und gilt als der ungekrönte westdeutsche Finanzminister. Bezeichnenderweise wurde die westdeutsche Delegation bei der Londoner Schuldenkonferenz 1951/52 nicht vom westdeutschen Finanzminister, sondern von Hermann Abs geleitet.
Dieser Kriegsverbrecher wurde bereits im Jahre 1953 für seine Tätigkeit zur Wiederherstellung und Festigung der Macht des deutschen Finanzkapitals in der Bundesrepublik mit einer der höchsten Auszeichnungen Westdeutschlands, dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern, dekoriert.
Auch das Franco-Regime verlieh 1960 Hermann Abs für seine „Verdienste“ um das faschistische Spanien einen hohen Orden.
heute:
Einer der einflußreichsten Monopolisten des deutschen Imperialismus, der seine Macht nach dem faschistischen Raubkrieg wesentlich erweitern konnte. Flick ist heute erneut führend an der Rüstungsproduktion Westdeutschlands beteiligt. Er erwarb rechtzeitig staatliche Konzessionen für die wichtigsten Uranerzvorkommen in Westdeutschland, um sich das Geschäft einer geplanten westdeutschen Atomrüstung nicht entgehen zu lassen.
Friedrich Flick raubte schon vor Jahrzehnten durch hemmungslose Spekulationen auf Kosten des deutschen Volkes ein ungeheures Vermögen zusammen. Er unterstützte stets die reaktionärsten Gruppen der deutschen Politik mit hohen Geldbeträgen. Schon im November 1932 überwies Flick dem „Sonderfonds Himmler“ einen Vorschuß von 100000 RM „für besondere Zwecke“. Gleichzeitig unterzeichnete er mit den deutschen Großindustriellen und den Bankherren ein Schreiben an Hindenburg, in dem die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler gefordert wurde.
Als „Kommissionär Görings“, wie sich Flick selbst bezeichnete, bereicherte er sich hemmungslos an den Arisierungsmaßnahmen der Faschisten. Während des zweiten Weltkrieges übernahm er in den okkupierten Ländern zahlreiche „Treuhänderschaften“. In einem Schreiben an Göring vom 1. November 1940 forderte Flick einen großen Teil der Lothringischen Eisenindustrie, den er dann auch von Göring bereitwilligst erhielt.
Bei der „Ausschlachtung“ ukrainischer Hüttenwerke, wie der Flick-Konzern-Beauftragte Hüttner diesen Raub in der Sowjetunion bezeichnete, war Flick mit von der Partie. In den Betrieben des Flick-Konzerns waren über 40000 ausländische Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene eingesetzt.
Die Millionen, die ihm die Inflation nach dem ersten Weltkrieg eingebracht hatte, wurden im zweiten Weltkrieg zu Milliarden. Als Wehrwirtschaftsführer und Mitglied des „Freundeskreises“ Himmlers machte er seine schmutzigen Geschäfte mit dem Blut der Völker.
Nach Kriegsende stand Flick unter der Anklage, als Ausbeuter von Sklavenarbeitern Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. Flick wurde zwar zu sieben Jahren Haft verurteilt, doch wurde ihm während der Haft gestattet, Vorstandssitzungen abzuhalten! Bereits am 25. August 1950 wurde Flick ebenfalls auf Fürsprache der Bonner Regierung wieder entlassen.
heute:
Geschäftsführer und persönlich haftender Gesellschafter der Friedrich-Flick-KG, Düsseldorf, durch zahlreiche Schlüsselfunktionen einer der einflußreichsten Vertreter der westdeutschen Unternehmerverbände.
Otto Andreas Friedrich erwarb sich schon frühzeitig das Vertrauen führender deutscher Rüstungskonzerne. Nachdem er zunächst als Vorstandsmitglied und Direktor der Harburger Phoenix-Gummiwerke seine Bereitschaft zur Wiederaufrüstung Deutschlands unter Beweis stellte, wurde er als Geschäftsführer des Reichsverbandes der deutschen Kautschukindustrie und Leiter der Reichsstelle Kautschuk sowie gleichzeitig als Mitarbeiter des faschistischen Reichswirtschaftsministeriums eingesetzt. Friedrich nutzte seine Machtfülle, um die faschistische Kriegsmaschine auf Hochtouren zu bringen. Die von ihm erlassenen Anweisungen zur rücksichtslosen Ausplünderung der von der Nazi-Wehrmacht besetzten europäischen Länder entsprachen in jeder Weise den Erwartungen der deutschen Rüstungskonzerne. Selbst als der faschistische Aggressionskrieg sich seinem Ende näherte, veranlagte Friedrich vor dem Rückzug der faschistischen Wehrmacht den Ausbau und den Transport ganzer Industrieanlagen aus Italien und Polen nach Deutschland.
Diese Tatsachen waren auch dem amerikanischen Militärgerichtshof in Nürnberg bekannt. Während jedoch der Leiter des Planungsamtes im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, das Mitglied des „Freundeskreises des Reichsführers SS, Himmler“, Hans Kehrl, wegen seiner maßgeblichen Mitwirkung an der Deportation von Ausländern und an der Ausplünderung der besetzten Gebiete im sogenannten Fall XI zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt werden mußte, blieb Friedrich, der als „Entlastungszeuge“ geladen war, ungeschoren. Ihm wurde sehr bald wieder die Möglichkeit gegeben, seine Erfahrungen in der Rüstungswirtschaft westdeutschen Konzernen nutzbar zu machen.
Als Geschäftsführer und Gesellschafter des Flick-Konzerns übte er bereits kurze Zeit nach Kriegsende wieder einen maßgeblichen Einfluß in der westdeutschen Wirtschaft aus. Er ist Vizepräsident und Schatzmeister im Bundesverband der Deutschen Industrie, Köln, Mitglied des Präsidiums der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Köln, Vorstandsmitglied im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V., Essen, Mitglied des Wissenschaftsrates der Deutschen Kommission für Weltraumforschung, Mitglied des Ausschusses für verteidigungswirtschaftliche Angelegenheiten im BDI, des Personalgutachterausschusses für westdeutsche Streitkräfte und des Kuratoriums „Unteilbares Deutschland“, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung „Die Welt“ im Springer-Konzern, Mitglied des Aufsichtsrates der Siemens AG, der Phoenix-Gummiwerke AG, Hamburg, sowie zahlreicher weiterer Gesellschaften.
Diese vielfältigen Schlüsselpositionen kennzeichnen ihn als einen der einflußreichsten Monopolherren Westdeutschlands. Zusammen mit dem Chef des Konzerns, Friedrich Flick, gehört Friedrich zu den aggressivsten und reaktionärsten Kräften des westdeutschen Imperialismus.
Die Bundesregierung überreichte Friedrich in „Anerkennung seines Wirkens in Vergangenheit und Gegenwart“ das „Große Verdienstkreuz mit Stern“ und den „Verdienstorden“ der BRD.