Braunbuch

Geistige Väter des Völkermords


vergiften wieder die Öffentlichkeit

„Theoretiker“ des Nazimassenmordes - geistige Elite des Bonner Staates

Die Verbrechen des Faschismus waren nicht zuletzt auch deshalb möglich, weil sich ein Teil der deutschen Wissenschaftler und Erzieher zu Handlangern und Dienern der Monopolgewaltigen und ihres Hitlerregimes erniedrigte. Diese Vertreter einer schändlich vergewaltigten und mißbrauchten Wissenschaft in den Universitäten und Laboratorien, in den Instituten und Klassenzimmern schufen die theoretischen Grundlagen für den faschistischen Terror, für die Rassenlehre, für die Vernichtung ganzer Völkergruppen, für die Eroberungskriege und die bedingungslose Unterordnung unter den „Führerstaat“. Darüber hinaus beteiligten sie sich maßgeblich an der Verwirklichung ihrer eigenen mörderischen Theorien. Vor allem belogen und betrogen sie - gemeinsam mit Nazi-Journalisten, -Buch- und -Filmautoren - die deutsche Jugend und erzogen diese zu willfährigen Werkzeugen des Faschismus.

Die ideellen Stützen des Faschismus trugen damit einen großen Teil der Verantwortung für das Völkermorden, das über 50 Millionen Menschen das Leben kostete.

ANBETUNG DES „FÜHRERTUMS“

Die Faschisten und ihre Auftraggeber mußten bereits vor der Machtergreifung Hitlers, besonders aber danach, Theorien schaffen, die das Hitlerregime rechtfertigten. Eifrig war ein ganzer Stab von Pseudo-Wissenschaftlern damit beschäftigt. Unrecht, Terror, Willkür und schließlich Mord und Völkermord in „Recht“, „Rechtsstaatlichkeit“, „Ordnung“, „Führertum“, „wertes und unwertes Volkstum“ usw. umzumünzen. Dieser „Rechtsauffassung“ entstammen die Morddirektiven für die faschistischen Blutgerichte, die 80000 Menschen zum Tode verurteilten, sowie für die SS, den SD und die Gestapo. Dieser „Rechtsauffassung“ entstammt auch das faschistische „Recht“ für die fabrikmäßige Massenvernichtung ganzer Volksteile.

Skrupellos mißachteten die faschistischen Gelehrten die elementarsten Rechte des Volkes. Sie verherrlichten das „Führerprinzip“, das Prinzip der Willkür, der Diktatur. Prof. Ernst Huber schrieb 1937:

„Die völkische Einheit und Ganzheit aber verlangt, daß alle politische Gewalt in der Hand des einen Führers vereinigt ist. Der oberste Wille des Führers erscheint im Gesetz. Aber auch in allen Einzelverordnungen der Verwaltungen, und in allen Entscheidungen der Gerichte tritt uns der Wille des Führers entgegen. Alles politische Leben im Volk wird vom einheitlichen und umfassenden Führerwillen bestimmt.“ (Prof. E. Huber, Verfassung, Hanseatische Verlaganstalt, Hamburg 1937)

Die „unbedingte Gefolgschaft“ führte die deutsche Jugend zur fast willenlosen Unterordnung unter jede Befehlsgewalt, ganz gleich, welchen Inhalt s: hatte und in welcher Form sie sich äußerte. Die Ausschaltung des eigenen Denkens und der eigenen Verantwortung „wissenschaftlich“ zu begründen, gehör zu den folgenschwersten Verbrechen der geistigen Väter des Faschismus.

TERROR WIRD „BEGRÜNDET“

Die Nazi-Staatsrechtler begründeten den Polizei- und Gestapo-Terror:

„Die Beschränkung auf die Gefahrenabwehr wird allmählich gesprengt werden durch die Erstreckung des polizeilichen Aufgabenkreises auf alle die Eingliederung eines einzelnen in eine Gemeinschaft durch Zwang erforderlichen Handlungen.“ (Prof. Th. Maunz, Deutsches Recht, 1935, S. 397)

Sie forderten Bluturteile gegen Antifaschisten:

„Es bedarf kraftvoller Führerpersönlichkeiten, die nicht Masseninstinkten folgen und Massensuggestionen unterliegen, sondern aus ihrer urwüchsige. Eigenart, in der sich die Art des Volkstums spiegelt, und aus ihrem Gewissen, das beim rechten Manne nur Ausdruck des Volksgewissens sein kann, sprechen.“ (Prof. E. Wolf, Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, Heft 3, 1935)

Sie rechtfertigten die Unmenschlichkeit und arbeiteten die staatsrechtlichen Grundlagen des faschistischen Besatzungsregimes in den unterjochten Ländern aus:

„Hier werden tiefgreifende Maßnahmen erwartet, z. T. sind sie schon in Kraft getreten: Zwangsunfruchtbarmachung, Entmannung erbkranker Triebtäter, Entziehung des Staatsbürgerrechts, Sicherheitsverwahrung (Konzentrationslager - d. Hrsg.).“ (Ebenda)

Ein anderer „Gelehrter“ schrieb:

„Wir müssen in den betreffenden Gebieten eine bewußt negative Bevölkerungspolitik betreiben … Man sollte die Einrichtung von Abtreibungsinstituten durchaus fördern. Die freiwillige Sterilisierung ist gleichfalls zu propagandieren. Die Säuglingssterblichkeit darf nicht bekämpft werden. Auch Aufklärung der Mütter über Säuglingstürsorge und Kinderkrankheiten dort nicht erfolgen.“ (Prof. K. Meyer, zitiert nach Neue Zeit, Moskau, Nr. 4,1960)

SIE FORDERN AUSROTTUNG „MINDERWERTIGER RASSEN'

Sechs Millionen jüdischen Menschen aus fast allen Ländern Europas brachte der Faschismus den Tod. Das polnische Volk verlor durch die faschistische Ausrottungspolitik sechs Millionen Bürger. Weitere Millionen wurden in der Sowjetunion erschossen, erschlagen, erhängt. 1939 lebten noch etwa 233000 Juden in Deutschland. Fast alle kamen bis 1945 in den Vernichtungslagern der Nazis ums Leben.

Barbaren im Gewande der Wissenschaft begründeten die faschistische Rassenlehre. Sie zimmerten eine Theorie zusammen, die die „Überlegenheit der arischen Rasse“ lehrte, die die Ausrottung „minderwertiger Rassen“ wie „Juden und Slawen“ als „Recht und Notwendigkeit“ darstellten. Sie forderten die physische Vernichtung ganzer Völkergruppen und erzogen die deutsche Jugend in diesem Geiste zum Massenmord:

„Die überragende Führerrolle nordischer Völker, Stämme und Einzelmenschen in der Geschichte ist unbestritten… Unter diesem Gesichtswinkel sehen wir erst die ganze Größe der Zeit, die uns die Tore aufstört zu einem Reich mit weiten Führungsaufgaben und Führungsmöglichkeiten.“ So schrieb Prof. K. V. Müller (Das junge Deutschland, 1941)

ANTIKOMMUNISMUS ALS „GESCHICHTLICHE AUFGABE“

Diese barbarische Politik wie das gesamte aggressive Programm des Hitlerregimes wurden als „geschichtliche Aufgabe des deutschen Volkes“ deklariert:

„Der Nationalsozialismus hat in seiner auf dem Rassenprinzip aufgebauten Weltanschauung in der jüdisch-marxistischen Lehre den Bolschewismus als seinen grundsätzlichen Gegner erkannt, der von Rußland aus die Weltrevolution auf militärische oder ideologische Weise zu betreiben versucht und als erbittertster Feind aller deutschen und europäischen Kultur angesehen werden muß.“ (Prof. H. Ludat, Polens Stellung in Ost-Europa, in Geschichte und Gegenwart, 1939)

In einem anderen Machwerk heißt es: „In dem weltweiten Ringen, welches das deutsche Volk, vereint mit dem geistesverwandten faschistischen Italien, um eine neue gerechte Ordnung des europäischen Raumes… führt, in diesem Kampfe bildet das gewaltige Machtgefüge des Großdeutschen Reiches den festgeschmiedeten Kern. Dem Reiche aber wird in der künftigen Gemeinschaft der Völker unseres Erteiles eine führende Stellung zukommen, so wie es jetzt schon in weiten Gebieten die Verantwortung übernommen hat.“ (Prof. U. Scheuner, Deutsches Recht, 22. und 29. August 1942)

Von diesen Haßtiraden führte ein gerader Weg in die Konzentrationslager nach Auschwitz, Maidanek und Theresienstadt, in die Massengräber der Ukraine und der anderen vom Faschismus überfallenen Länder.

Gewissenlose Professoren und Ärzte, wie die Mediziner Kurt Blome, Reichsamtsleiter der NSDAP, Werner Heyde-Sawade, Werner Catel, Siegfried Ruff, Herta Oberhäuser und andere, tragen auch die volle Verantwortung für die Euthanasie-Morde und die verbrecherischen Versuche an KZ-Häftlingen. Über 100000 hilflose Menschen wurden von ihnen als „lebensunwert“ erklärt und ermordet.

Selbst Kinder verschonten die Barbaren nicht. Bemerkungen wie „Mongolenfalte“ über den Augenwinkeln oder „schlechtmodellierte Ohren“ genügten schon, um sie als „rassisch wertlose Geschöpfe“ umzubringen.

DER KRIEG - FÜR SIE „VATER ALLER DINGE“

An den theoretischen und praktischen Grundlagen zur Vorbereitung des zweiten Weltkrieges zu arbeiten und die Unterdrückungs- und Vernichtungspolitik gegen die überfallenen Völker mit durchzuführen, war die Hauptaufgabe der faschistischen Wissenschaft und ihrer Vertreter. Die Nazi-Ideologen lehrten:

„Der Krieg ist das vornehmste Mittel zur Schaffung objektiver historischer Tatbestände…“ (Prof. P. Jordan, Physikalisches Denken in der neuen Zeit, 1935)

Und an anderer Stelle: „Wir sind nicht gewillt, in der Verknüpfung wissenschaftlicher und militärischer Macht einen Mißbrauch zu sehen, nachdem militärische Macht ihre zwingende, aufbauende Kraft im Schaffen eines neuen Europas erwiesen hat.“ (Prof. P. Jordan, Die Physik und das Geheimnis des organischen Lebens, Braunschweig 1941)

„Der Krieg als der Vater aller Dinge“ - das war das Programm dieser Verfechter der Hitlerdiktatur. Mit ihren Irrlehren halfen sie, das öffentliche Leben im faschistischen Deutschland zu militarisieren, die Aggressionssucht des deutschen Imperialismus „theoretisch“ zu begründen und die Jugend für die Eroberungszüge des Faschismus reif zu machen:

„Die führende Rolle in der (national-sozialistischen Erziehung des deutschen Volkes kommt jedoch der SA und dem Arbeitsdienst zu … Die Schule ist immer noch mit liberalen Erziehungszielen belastet. Im Gegensatz dazu erwachsen die SA und der Arbeitsdienst direkt aus dem Kampf der deutschen Jugend und jener Generation, die um eine Volkseinheitrang.“ (Prof. Th. Wilhelm, Soziale Erziehung in Deutschland, in: Internationale Zeitschrift für Erziehung, 1935)

SIE HANDELN NACH IHREN THEORIEN

Vor allem nach dem militärischen Überfall auf Deutschlands Nachbarvölker setzte ein Teil dieser Wissenschaftler die verbrecherischen Theorien als Beamte und Berater faschistischer Dienststellen in die Tat um. In Sondereinheiten und Sonderstäben der Wehrmacht, der SS, der Spionagedienste, der faschistischen Besatzungsbehörden oder in den Nazi-Ministerien beteiligten sie sich aktiv an der Unterdrückung, Ausplünderung und Ausrottung fremder Völker.

Der Volkswirtschaftler Prof. Otto Schiller arbeitete die „Neue Agrarordnung“, den Plan des Rosenberg-Ministeriums zur Vernichtung der sozialistischen Landwirtschaft in der Sowjetunion, aus;

der Völkerrechtler Prof. Hermann Raschhofer wurde juristischer Berater bei der Ausrottungspolitik des Kriegsverbrechers K. H. Frank;

der Ostforscher Prof. Bolko von Richthofen war als Sonderführer und Spionageoffizier verantwortlich für faschistische Verbrechen in Nowgorod und Staraja Russa in der Sowjetunion.

Die Aufzählung könnte beliebig verlängert werden. Diese Pseudowissenschaftler sind nicht nur der ideellen Kriegsvorbereitung schuldig zu sprechen, sondern sie zeichnen auch für Verbrechen während des faschistischen Krieges verantwortlich.

DAS BRAUNE GIFT DER GOEBBELSPRESSE

Während die Nazi-Wissenschaftler die theoretischen Grundlagen des Faschismus schufen und den Terror rechtfertigten, verbreiteten die Zeitungen, Bücher und Filme das nazistische Gift unter der Bevölkerung. In Hunderttausenden Artikeln, Tausenden Büchern und Dutzenden Filmen wurden der sklavische Gehorsam, der Rassenhaß, der Antikommunismus, die Kriegsverherrlichung und die Durchhaltepolitik „volksverständlich“ propagiert.

Der Journalist Helmut Sündermann, ehemaliger SS-Obersturmbannführer, schrieb noch am 22. Dezember 1944 im „Völkischen Beobachter“: „Nur eine Weltlösung der Judenfrage kann der Menschheit die innere Ruhe wiedergeben … Verbannt die Juden aus dem Kreise der Nationen, und es wird Friede sein.“ (Heute ist Sündermann Leiter des militaristischen Druffel-Verlages und Teilhaber des neofaschistischen Verlages „Nation Europa“.)

Schriftsteller, wie Hans Grimm mit seinem Buch „Volk ohne Raum“, wie Erich Dwinger, Werner Beumelburg, Kurt Ziesel, Rudolf Krämer-Badoni, und Autoren, wie Felix von Eckardt, der unter anderem zu den Nazi-Filmen „Weiße Sklaven“, „Kopf hoch, Johannes“ und „Menschen im Sturm“ die Drehbücher schrieb (alle Eckardt-Filme wurden von den alliierten Behörden verboten), vergifteten die Hirne der deutschen Bevölkerung, vor allem der Jugend. Sie machten das deutsche Volk zu einem willfährigen Werkzeug des Faschismus.

WO DAS GEISTESLEBEN ERNEUERT WURDE

Nach der Zerschlagung des Hitlerfaschismus bestand eine der wichtigsten Aufgaben darin, das geistige Leben zu reinigen, die theoretischen Wegbereiter und ideellen Helfer des Hitlerregimes aus ihren Positionen zu entfernen und das deutsche Volk im Geiste des Humanismus, der Demokratie und des Friedens zu erziehen. Das Potsdamer Abkommen bestimmte daher in seinen „Politischen Grundsätzen“, Abschnitt 7:

„Das Erziehungswesen in Deutschland muß so überwacht werden, daß die nazistischen und militaristischen Lehren völlig entfernt werden und eine erfolgreiche Entwicklung der demokratischen Ideen möglich gemacht wird.“

Auf dem Gebiet der DDR wurde diese Voraussetzung für eine Erneuerung des Geisteslebens geschaffen und mit aller Konsequenz vor allem das gesamte Bildungswesen entnazifiziert und demokratisiert. Allein aus dem Schuldienst wurden 1945/46 von 37000 Lehrern 22600 ehemalige Mitglieder der NSDAP entlassen. An ihre Stelle traten Gelehrte und Lehrer, die sich ganz in den Dienst des Menschen stellten und die auch in der Nacht des Faschismus den Namen und die Ehre der deutschen Wissenschaft verteidigt hatten. Solche Wissenschaftler wie der Chemiker Prof. Dr. Correns, der heutige Präsident des Nationalrates der Nationalen Front des demokratischen Deutschland, oder der Mediziner Prof Dr. Brugsch waren und sind Vorbilder der in der DDR heranwachsenden akademischen Generationen.

DIE ALTEN IDEOLOGEN IN BONNER DIENSTEN

Im Widerspruch zu den Beschlüssen der Antihitlerkoalition prägen die gleichen Leute, die bereits zu den theoretischen Stützen des Faschismus zählten, das geistige Gesicht des Bonner Staates. Sie alle sitzen wieder in Amt und Würden, beherrschen die Bildung und Erziehung der Jugend und den Apparat der Massenbeeinflussung.

Alle oben genannten und zitierten Nazi-Professoren, -Journalisten und -Autoren dürfen wiederum die westdeutsche Jugend in diesem Geiste erziehen, dürfen die Zeitungen und Bücher mit den gleichen Ideen füllen. Sie haben sich nicht gewandelt. Sie brauchten sich nicht zu ändern, weil der Bonner Staat der Rüstungsmonopole eine Politik betreibt, die wiederum Revanchismus, Antikommunismus, nationale Überheblichkeit und Kriegsvorbereitung zum Inhalt hat.

Die schuldbeladenen Professoren Hitlers und die in ihrem Geiste erzogenen und handelnden Nachwuchswissenschaftler beherrschen die wissenschaftlichen Beratergremien der Bundesregierung, die auch die revanchistischen Pläne des Bonner Staates auf Wiederherstellung des faschistischen Reiches in den Grenzen von 1937 und 1939 ausarbeiten und ideologisch begründen. Ein solches Gremium ist beispielsweise der „Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung beim Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen“. Er soll alle Probleme lösen, die sich bei der geplanten Annexion der DDR durch den westdeutschen Imperialismus auf wirtschaftlichem Gebiet ergeben. Zu seinen führenden Mitgliedern gehören die Professoren Stadtmüller und Thalheim.

Prof. Stadtmüller zählte im Faschismus als Direktor des Südosteuropa-Instituts in Leipzig und als Mitarbeiter am „Institut für deutsche Ostarbeit“ in Krakau (Krakow) unter der Leitung des Kriegsverbrechers H. Frank zu den Nazi-Experten für Südosteuropa. Thalheim, heute Professor in Westberlin und darum völkerrechtswidrig Mitglied des westdeutschen Forschungsbeirates, war während des Faschismus Mitarbeiter des SD und seit 1936 Obmann der „Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung“ an der Leipziger Handels-Hochschule, die die „Lebensraum- und Großraum-Theorien“ des Faschismus „wissenschaftlich“ begründete.

An der Spitze des „Arbeitskreises für Ost-West-Fragen“ beim Bonner Auswärtigen Amt steht Prof. Erich Kordt. Diesem Arbeitskreis obliegt die Ausarbeitung und scheinwissenschaftliche Verbrämung der Revanche-Politik der Bundesregierung gegen die östlichen und südöstlichen Völker Europas und gegen die Sowjetunion. Arbeitskreisleiter Kordt war während der Nazi-Zeit SS-Obersturmbannführer und Vertrauensmann Himmlers im Auswärtigen Amt. Von 1938 bis 1940 leitete er dort als Chef das Ministerbüro des Kriegsverbrechers Ribbentrop. Er war maßgeblich an der Annexion der ČSR beteiligt.

Die weit über 100 heute in Westdeutschland existierenden neonazistischen und militaristischen Verlage werden fast ausschließlich von alten belasteten Faschisten geleitet. Sie überschütten den westdeutschen Zeitungs- und Büchermarkt mit einer Flut nazistischer und militaristischer Literatur, deren Grundtenor die Rechtfertigung des Hitlerkrieges und die Verherrlichung des Naziregimes ist. Jährlich werden 20 Millionen Groschenhefte, die Hitlers Schlachten des zweiten Weltkrieges in glühenden Farben schildern, an die westdeutsche Jugend verkauft. SS-Generale, Offiziere und Generale der Wehrmacht, die sich durch ihre barbarische Kriegführung besonders hervorgetan haben, und Mitglieder Goebbelsscher Propagandakompanien sind die Autoren.

Durch die Wiederverwendung der belasteten faschistischen Wissenschaftler, Pädagogen, Journalisten und Autoren sind die westdeutschen Universitäten, das Erziehungswesen, Presse, Rundfunk und Fernsehen sowie große Teile der Literatur wieder zu Heimstätten eines gefährlichen Neonazismus geworden. Die Verantwortung dafür trägt allein die westdeutsche Regierung.


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